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Helfenberger Grund

Von der Haltestelle Staffelsteinstraße aus blicke ich zurück zum Fernsehturm, gehe vorbei an der Baustelle Staffelsteinstraße und folge rechts der Eugen-Dietrich-Straße. Linkspassiere ich die früheren Remisen und Stallungen des königlichen Herrenhauses von August Friedrich III. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die königlichen Stallungen von August Friedrich III. als Pension zur königlichen Ausspanne genutzt. Die Rockauer Straße werde ich bei einem späteren Ausflug besuchen, gehe stattdessen weiter links entlang der Eugen-Dietrich-Straße. Benannt ist sie nach dem geheimen Hofrat Eugen-Dietrich, der Begründer der chemischen Fabrik Helfenberg. Auf meinem Spaziergang durch den Helfenberger Grund beginnt es zu regnen. Bei dem ungemütlichen Wetter schaut die Gießkanne über dem Gartenzaun an der Eugen-Dietrich-Straße traurig nach unten. Der Helfenberger Grundbach begleitet meinen Weg zur chemischen Fabrik Helfenberg auf der linken Seite.

chemische Fabrik Helfenberg

Die Fabrik wurde 1869 von Eugen-Dietrich gegründet und produzierte Heftpflaster, pharmazeutische Artikel und Medikamente. Sie befindet sich in Haus Nr. 8 und war bis 1951 in Betrieb. Danach wurde sie enteignet. Bis 1974 wurde die chemische Fabrik im Rheinland weiterbetrieben und letztendlich von Byk Gulden übernommen. Heute gehört sie zum Altana-Konzern und hat ihren Firmensitz in Grevenbroich. Obwohl ich das Helfenberg-Schild am Ortsausgang von Dresden sehe, ist noch ein Kilometer zurückzulegen. Während ich weitergehe, bemerke ich eine neue Brücke über den Helfenberger Grundbach und dahinter einen See. Weiter geht es bergauf und über den Berg, wahrscheinlich ist es der Helfenberg. Auf der rechten Seite leuchten die Fenster des das von einem Park umgeben Schlosses Helfenberg. Die Straße verläuft weiter nach rechts und ich entscheide mich stattdessen, geradeaus durch den Helfenberger Wald am Helfenberger Grundbach entlang zu wandern. Der Waldweg führt mich bergauf, vorbei am Schloss Helfenberg und weiter in den tiefen Wald. Im stockfinsteren Wald erkenne ich am Horizont den leuchtenden Fernsehturm von Dresden und gehe weiter, bis ich an eine Weggabelung komme. Dort biege ich nach links ab und kehre aus dem dunklen Wald in die Zivilisation zurück. Von der Pappritzer Straße sehe ich den Fernsehturm Dresden am Horizont leuchten. Hinter den Bäumen zeigen sich die beleuchteten Fenster von Gebäuden und Häusern, die mich bis zur Bushaltestelle begleiten.


Mit einem regennassen Gruß von der Eugen-Dietrich-Straße und den besten Wünschen für weitere Abenteuer im Helfenberger Grund,
Ihr Wanderer von den Zeiten der chemischen Fabrik zur majestätischen Schönheit von Schloss Helfenberg.

*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den geschichtsträchtigen Pfaden im Helfenberger Grund, wo der Fernsehturm am Horizont leuchtet und Schloss Helfenberg im Dunkeln funkelt.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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