Dresden

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Schweinedom und Spinnennetz

Regenzeit, graue Wolken und goldene Sonnenstrahlen

Heute ist es wieder soweit: Regenzeit in Dresden. Ich zwänge mich in die überfüllte Bahn und lasse mich vom Prasseln der Regentropfen auf dem Fenster begleiten. Eine malerische Szene, wie die Straßenbahn elegant über die Schlachthofbrücke kurvt und den Messering entlangfährt. Vorbei am Ostra Gehege, wo die Festwiese Rinne noch leicht versumpft ist, erreichen wir schließlich die Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 10, die Gleisschleife Messe Dresden. Nachdem ich ausgestiegen bin, werde ich von einem interessanten Anblick begrüßt, die Alte Fettschmelze, ein charmantes Gebäude mit Geschichte, zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Ein paar Schritte weiter passiere ich den Schlachthof, wo einst das muntere Treiben der Fleischverarbeiter herrschte. Ich blicke zum Messe Ring und erblicke rechterhand den Erlweinturm, der auch heute noch den liebevollen Spitznamen "Schweinedom" trägt. Eine kuriose Bezeichnung für einen Turm, der eigentlich recht ansehnlich ist.

uriose Begegnungen mit Jugendchiff, Häschen und Küken

Während ich entlang der Schlachthofmauer gehe, entdecke ich ein eindrucksvolles Netz, das von einer Spinne kunstvoll gesponnen wurde. Eine stillschweigende Mahnung, sich vor unerwarteten Begegnungen in Acht zu nehmen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe erhasche ich einen Blick auf das Jugendchiff am Neustädter Hafen. Die Treppe, die verführerisch zur Elbe führt, lässt ein kalter Schauer über meinen Rücken laufen. Ob da wohl ein Gespenst sein Unwesen treibt? Als ich meinen Blick gen Himmel richte, sehe ich die grauen Wolken über der Yenidze. Eine mystische Atmosphäre breitet sich aus, als ob die Zigarettenfabrik von grauen Schleiern umhüllt wird. Unter dem Brückenbogen der Marienbrücke verzaubert mich plötzlich ein kurzer Sonnenstrahl. Er lässt die historische Silhouette von Dresden erstrahlen – die majestätische Frauenkirche, die elegante Brühlsche Terrasse und die unverkennbare Silhouette der Stadt. Zurück zu Hause erwarten mich überraschend ein kleiner Karton mit niedlichen Häschen und Küken zum Mitnehmen. Als ob jemand gewusst hätte, dass ich ein Faible für tierische Souvenirs habe. Die kleinen Plastiktiere werden sicherlich einen Ehrenplatz in meiner Sammlung einnehmen und mich an diesen regnerischen Tag in Dresden erinnern. Ach ja, Regenzeit in Dresden. Ein bisschen Nässe kann der Stimmung zwar keinen Abbruch tun, aber vielleicht wäre etwas Sonnenschein doch ganz nett gewesen. Na ja, man kann nicht alles haben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch weitere amüsante Überraschungen auf meiner Reise durch diese faszinierende Stadt.

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