Dresden

Spaziergänge + Wanderungen

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Die Grenzen der Seevorstadt-Ost rund um den Großen Garten erkunden.

Der Atem der Stadt und die Suche nach den unsichtbaren Grenzen.

Die Stadt atmet. Dieser Atem ist kein gleichmäßiges Ein und Aus. Er ist ein vielstimmiges Flüstern, ein Zischen von Reifen auf nassem Asphalt, ein Echo von Schritten unter steinernen Gewölben, das ferne Summen der Straßenbahn. Er trägt den Geruch von gebratenen Zwiebeln aus einem Imbiss, den scharfen Duft von nassem Eisen nach einem Regenguss, die süße Schwüle aus den Blumenbeeten des Großen Gartens. Heute spüre ich diesen Atem wie eine Einladung. Heute lehne ich mich gegen die Strömung. Ich folge nicht den breiten, logischen Adern, die alle zum Herzen führen. Ich suche die Kapillaren, die unsichtbaren Grenzen. Ich wandere die Naht entlang, wo die Seevorstadt-Ost aufhört, oder vielleicht erst beginnt. Hinter mir, eine grüne, stille Präsenz, liegt der Große Garten. Er ist mein Kompass, mein stiller Gegenpol zum Getümmel. Diese Tour ist kein Plan. Sie ist eine Hingabe an den Zufall, ein Lauschen auf das, was die Steine mir erzählen wollen.

Der Ausstieg aus dem Wirbel in den Canyon der Zeit.

Der Straßburger Platz verschlingt Menschen. Sie strömen aus dem schwarzen Schlund der Unterführung, werden für einen Moment im grellen Tageslicht sichtbar – Gesichter wie maskenhaft glatte Oberflächen – und zerfließen wieder in den Glas- und Betonschluchten. Ein endloser Kreislauf aus Dringlichkeit. Mein eigener Atem stockt in dieser Druckwelle der Eile. Ich drehe mich um. Mit drei Schitten betrete ich die Grunaer Straße, und die Welt wechselt die Tonart. Der Lärm bricht ab, wird zu einem gedämpften Hintergrundrauschen. Vor mir öffnet sich ein Canyon aus Zeit. Links grinst ein gründerzeitlicher Puttenkopf aus verwittertem Sandstein, sein steinernes Lachen von Ruß geschwärzt. Rechts starren die blanken, fensterlosen Seitenwände eines Nachkriegsbaus, ihre Narben aus Reparaturbeton heller als das Original. Meine Fingerspitzen folgen einer Fuge zwischen den Steinen. Kalt. Rau. Hier, in diesem Mikroklima aus Schatten und gespeicherter Sonnenwärme, liegt die wahre Geschichte. Sie steht nicht in den Chroniken. Sie besteht aus Millionen solcher Nähte, aus dem Widerspruch zwischen Ornament und Funktion, aus dem Abrieb von Millionen Schuhsohlen. Ich werde heute zu ihrem Chronisten.

Die Oase des Parks und das Echo der überschriebenen Namen.

Das Hotel Dorint ist eine gläserne Klippe. In seiner spiegelnden Haut zersplittert das Treiben des Platzes zu einem abstrakten Gemälde aus Farben und Bewegungen. Ich wende mich ab. Die Blüherstraße senkt sich vor mir, eine sanfte Talmulde, die den Stadtlärm schluckt. Plötzlich ist der Boden unter meinen Füßen weicher. Die Luft schmeckt nach Moos und feuchtem Holz. Zur Linken liegt der Blüherpark, eine eingesenkte Welt. Ein See spiegelt den bleiernen Himmel. Enten staksen über den matschigen Uferrand. Ein Mann in einem abgetragenen Anzug füttert sie mit Brotresten aus einer Papiertüte. Seine Bewegungen sind zeremoniell langsam. Jede Krumme ein sorgfältig gesetzter Punkt. Diese Straße ist ein Scharnier. Auf der einen Seite schließt sich die geschäftige Ordnung der Stadt, auf der anderen öffnet sich das träumerische Labyrinth des Parks. Doch die Idylle trügt. Der Name dieser Straße ist ein Palimpsest. Er wurde überschrieben. ‘Blüher’ bedeckt ‘Hans-Schemm’, der ‘Albrechtstraße’ bedeckte, die den ‘Environweg’ verdeckte. Jeder Name ein politischer Pinselstrich, eine neue Schicht Farbe über der alten. Ich höre das Echo der Befehle, die hier einst erschollen. Ich sehe das Gespann der Spaziergänger, die hier promenierten. Die Straße lächelt nicht. Sie zeigt ihre verschiedenen Gesichter, eines nach dem anderen.

Der Tempel des Fleisches und das schlagende Herz der Stadt.

Das Deutsche Hygiene-Museum erhebt sich wie eine Kathedrale der Aufklärung. Sein Stahlbetonrahmen ist nackte Vernunft. Ich schiebe die schwere Drehtür auf. Der Geruch im Foyer ist steril, nach Linoleum und Umluft. Dann, aus einem Seitengang, dringt ein warmer, süßlicher Hauch von Wachs und Holz. Ich folge ihm. Der Raum ist dunkel, nur ein einziger Lichtkegel fällt von hoch oben. In seinem Zentrum schwebt ein menschliches Herz, so groß wie ich. Es ist aus durchscheinendem Kunststoff geformt. Blaue und rote Adern durchziehen es wie Flüsse auf einer Landkarte. Es dreht sich langsam, unaufhaltsam. Ein leises, surrendes Gerät treibt es an. Das Surgen ist der einziger Ton. Ich bleibe stehen. Meine eigene Brusthöhle fühlt sich an wie ein widerhallender Raum. Dieses Objekt ist nicht medizinisch. Es ist archetypisch. Es ist das Symbol für alles, was uns antreibt und verletzlich macht. Ein Junge vor mir streckt die Hand aus, als wolle er die schlagenden Kammern berühren. Seine Mutter hält ihn sanft zurück. Die Barriere zwischen uns und dem Wunder ist immer da: Glas, Moral, Furcht. Ich verlasse den Tempel. Die kalte Luft draußen trifft mich wie ein Schlag. Das lebendige Herz in meiner Brust pocht heftiger, ein dankbarer, animalischer Kontrapunkt zur sterilen Präzision da drinnen.

Das Paradoxon der Wiese zwischen goldenem Gott und nacktem Schlaf.

Die Bürgerwiese ist ein Schlachtfeld der Kontraste. Ein Nordic-Walker sticht mit seinen Stöcken zu, sein Atem stoßt weiße Wolken in die kalte Luft. Sein Blick ist auf einen Punkt am Horizint gerichtet, den nur er sehen kann. Drei Meter entfernt, auf einer sonnenbeschienenen Bank, liegt ein Mann in einer zerschlissenen Decke. Sein Schlaf ist so tief, so absolut, dass er wie eine Form des Widerstands wirkt. Zwischen ihnen thront der vergoldete Mozartbrunnen. Das Wasser plätschert ein gleichgültiges Lied. Ich trete näher an die Marmorgruppe. „Venus schneidet Amor die Flügel.“ Der Meißel des Bildhauers hat jede Muskelspannung in Venens Arm festgehalten. Es ist keine liebevolle Geste. Es ist eine Amputation. Die Göttin blickt nicht auf den kleinen Gott. Sie blickt auf ihr Werk. Ihre Züge sind kalt, entschlossen. In diesem grünen Herzen der Stadt geht es nicht um Harmonie. Es geht um die Gewalt, die wir der Leichtigkeit antun. Es geht um die Fesseln, die wir Liebe nennen. Der schlafende Mann auf der Bank hat alle Fesseln abgestreift. Der Sportler sucht sie in der Disziplin. Ich wende mich ab. Die Wiese ist keine Oase. Sie ist ein Spiegel.

Die Gasse der Geister und das flüsternde Blatt auf dem Pflaster.

Die Lindengasse schluckt jeden Laut. Die Häuserfronten stehen so nah, dass sie das Tageslicht in einen grünlichen Schimmer filtern. Das Schild „Vorsicht fliegende Blätter“ ist ein poetisches Mahnmal. Ein einziges, knochentrockenes Ahornblatt wirbelt in einer Miniaturwindhose, sein Geräusch ein kratzendes Flüstern auf dem Granitpflaster. Ich schließe die Augen. Der Geruch von nassem Stein und moderndem Holz füllt meine Nase. Darunter, ganz schwach, der Phantomschimmer von Parfüm und Zigarrenrauch. Das Klirren von Kristall aus offenen Salonfenstern. Das Lachen einer Frau, das vom Echo der engen Fassaden aufgefangen und vervielfältigt wird. Dann öffne ich die Augen. Der Netto-Supermarkt leuchtet mit grell fluoreszierendem Licht. Ein achtstöckiger Wohnblock aus den siebziger Jahren unterbricht die Zeile wie ein herausragender Backenzahn. Die Geister der Lindengasse sind nicht böse. Sie sind perplex. Sie irren zwischen den Regalen mit Discount-Milch und den Betonfertigteilen umher, verwirrt über das Verschwinden ihrer Welt. Sie fragen sich, ob die feine Gesellschaft sie jetzt wohl erkennen würde. Das einsame Blatt kommt zur Ruhe, klebt an meinem Schuh. Ich gehe weiter und trage es ein Stück mit mir.

Der taktlose Ort und die Stille des wartenden gelben Plastiks.

Die Schulbushaltestelle ist eine Arche aus gelbem Plastik und verchromtem Stahl. Freitagmorgens explodiert sie in einem Kaleidoskop aus quietschenden Kinderstimmen, knallenden Türen, ermahnenden Rufen der Eltern und dem tiefen Brummen des Dieselmotors. Dann ist sie lebendig. Heute ist Mittwoch. Heute ist sie ein Museumsstück. Ich setze mich auf die kalte Kunststoffbank. Die Stille hier hat Gewicht. Sie ist der Abdruck des Lärms, der hier sein wird. Sie ist die negative Form des Lebens. Diese unspektakulären Orte sind die eigentlichen Knotenpunkte der Stadt. Sie funktionieren nur im strengen Takt des Stundenplans, des Schichtwechsels, des Einkaufsrhythmus. Außerhalb dieses Taktes fallen sie aus der Zeit. Sie werden zu stillen Bühnen, auf der die eigene Anwesenheit zum Monolog wird. Ein Vogel zwitschert in der Hecke dahinter. Sein Ruf wirkt unangemessen laut, eine Störung der protokollierten Stille. Ich stehe auf. Die Haltestelle atmet erleichtert auf, als ich sie verlasse.

Der leere Körper des Altenheims und die Konservierung der Erinnerungen.

Das Altenheim Seevorstadt-Ost hat die Farbe von verdorbenem Lachs. Die Farbe ist nicht nur alt, sie ist erschöpft. Jedes Fenster ist eine blinde, schwarze Pupille. Kein Vorhang zuckt. Kein Blumentopf schmückt den Sims. Das Eingangstor ist mit einer dicken Kette und einem Vorhängeschloss verschlossen, das schon Rost ansetzt. Ich umgreife die kalten Metallstäbe des Zauns. In der leeren Empfangshalle steht ein Rollator aufrecht, als warte er auf seinen Herrn. Eine Deckenlampe hängt schief, ihr Glasgehäuse zerbrochen. Dieser Bau atmet noch. Sein Atem ist modrig, nach feuchten Wänden und dem chemischen Duft alter Linoleumböden. Architekten der DDR entwarfen ihn als Maschine für Gemeinschaft, für das kollektive Altwerden. Jetzt ist er eine Maschine, die Erinnerungen konserviert. Die Stadt debattiert über seine Zukunft. Wohnungen? Ein Campus? Der Bau wartet. Er wartet darauf, dass neue Geräusche die alten übertönen: Kinderlachen statt des Klapperns des Essenswagens, Musik statt des leisen Fernsehers aus hundert Zimmern. Doch im Moment ist er ein vollkommener Hohlkörper. Die Vergangenheit füllt ihn bis zum Bersten.

Der Tanz der Namen unter dem Asphalt der Straßenbahnlinie neun.

Die Straßenbahn der Linie 9 röhrt heran, ein gelbes Ungetüm aus Stahl und blechernem Lärm. Ich steige ein, zahle meinen Tribut. Für zwei Haltestellen lasse ich mich schütteln und tragen. Durch das verschmutzte Fenster wird die Gret-Palucca-Straße zum verwischten Streifen. Junge Platanen, gepflanzt für das Gymnasium, biegen sich im Fahrtwind. Schmucklose Studentenheime aus den 2000er Jahren. Doch unter dem neuen Asphalt schlummert die Johann-Wolfgang-von-Goethe-Straße. Und darunter, in der Tiefe der Zeit, liegt die einfache Goethestraße von 1868. Und darunter, ganz unten, der staubige Feldweg nach Klotzsche. Die Stadt baut nicht auf leerem Land. Sie baut auf den gespenstischen Grundrissen ihrer selbst. An der Haltestelle Lenneplatz stoße ich die Tür auf. Die Stille nach dem Motorenlärm ist betäubend. Der Himmel ist eine einzige, undifferenzierte Fläche aus Zinkgrau. Die Wolken bewegen sich nicht. Sie hängen. Ein letzter verführerischer Duft weht von der Beethovenstraße herüber: frisch gebackener Butterstreuselkuchen, Mandeln, Karamell. Der Duft der reinen, unreflektierten Gegenwart. Meine Hand zuckt zur Geldbörse. Ich halte inne. Nein. Der Geschmack auf meiner Zunge soll heute der von Staub und Regen und Zeit sein.

Die unsichtbare Mauer zwischen der Eile und dem reparierten Leben.

Ich folge der Gellertstraße zurück, vorbei an der stillen Front des Bosch-Service. An der Ecke Richard-Wagner-Straße weht mir ein anderer Duft entgegen: starker Kaffee und der süßliche Geruch von Druckerfarbe. Das „Infocafé“ der Suchtberatung. Durch das Fenster sehe ich einen Mann mit konzentriertem Gesicht vor einem Computer sitzen, eine Frau füllt eine Kanne an einer Kaffeemaschine. Auf dem Hof dahinter hängen bunte Kinderbilder an einer Wäscheleine. Ein kleiner Kräutergarten in Kisten. Hier, an dieser unscheinbaren Ecke, steht eine unsichtbare Mauer. Auf der einen Seite die Stadt des Konsums und der Eile, auf der anderen diese kleine Festung der Fürsorge, des Innehaltens, des reparierten Lebens. Ich trete nicht ein. Das wäre ein Eindringen. Aber ich nehme den Ort in mich auf. Er ist ein notwendiges Gegengewicht, ein Scharnier in einer anderen Dimension. Nicht zwischen Stadtteilen, sondern zwischen Zuständen der Seele. Eine Grenze, die man überschreiten kann, wenn man den Mut findet.

Die Rückkehr zum Wirbel und die neue Sprache der vertrauten Geräusche.

Der Kreis schließt sich. Der Netto Marken-Discount an der Karcherallee ist ein Tempel des Immergleichen. Die Regale stehen in militärischer Reih und Glied, gefüllt mit den versprochenen Marken. Das Licht ist grell und gnadenlos. Menschen schieben ihre Wagen mit der Miene von Pilgern, die eine Pflicht erfüllen. Ich bleibe unter der Eingangshaube stehen, beobachte das Ritual. Es ist der Gegenpol zu meiner ziellosen Wanderung. Hier ist alles Zweck, Berechnung, Effizienz. Kein Stein flüstert hier. Keine Geister stören den Einkaufsflow. Es ist beruhigend in seiner Absurdität. Ich drehe mich um und gehe den letzten Abschnitt zurück zum Straßburger Platz. Der Wirbel hat sich nicht verändert. Die Menschen schießen immer noch aus der Unterführung. Doch jetzt sehe ich nicht nur die Masse. Ich sehe den jungen Mann, der kurz innehält, um seinen Stadtplan zu entfalten. Ich sehe die Frau, die einem verirrten Taubenflügel nachblickt. Ich höre das Lachen einer Kindergartengruppe, das für einen Sekundenbruchteil den Verkehrslärm durchbricht. Der Platz ist kein Wirbel mehr. Er ist ein Organismus. Und ich bin ein Teil von ihm, angereichert mit den Geschichten der Grenze.

Die Stadt spricht mit einer rauen und vielstimmigen Stimme des Alltags.

Die Grenze war niemals eine Linie. Sie war ein Zustand der Wahrnehmung. Ein Dazwischen. Die Seevorstadt-Ost ist kein abgeschlossenes Viertel, sie ist eine Membrane. Sie filtert den Lärm der City, lässt die Stille des Großen Gartens hindurchsickern und vermischt beides zu einer eigenwilligen Melodie aus Geschichte und Gegenwart. Meine Tour war keine Eroberung. Sie war ein Dialog. Ich stellte Fragen an die Fassaden, an die verlassenen Orte, an die flüchtigen Begegnungen. Und die Stadt antwortete. Nicht mit klaren Sätzen, sondern mit Gerüchen, mit Lichtwechseln, mit dem Gefühl unter den Sohlen. Der Bus nach Nickern steht noch immer da. Ich könnte einsteigen, mich weitertragen lassen in einen anderen Stadtteil, zu anderen Geschichten. Aber ich bleibe. Ich setze mich auf eine der freien Bänke am Rand des Platzes und schließe die Augen. Die Geräusche kommen nicht mehr als Angriff. Sie kommen als Erzählung. Das Rattern der Straßenbahn ist der Bass. Das Murmeln der Menschen der Chor. Das ferne Rauschen der Blätter im Großen Garten die Melodie. Die Stadt flüstert nicht mehr. Sie spricht. Mit einer rauen, vielstimmigen, wundervollen Stimme. Und ich höre endlich zu.

Mit den besten Grüßen aus den Grenzgebieten der Stadt,
Ihr Chronist der unsichtbaren Geschichten und Kartograf des Alltäglichen.

*Der geneigte Leser möge es der subjektiven Natur dieses Streifzugs zugutehalten, dass er keine vollständige Topografie oder lückenlose Chronik anstrebt. Die Stadt ist ein Lebewesen, das sich in Atemzügen aus Zerstörung und Wiederaufbau erhebt, dessen Haut aus Fassaden sich im Laufe der Jahrzehnte und politischen Systeme beständig erneuert. Namen auf Straßenschildern sind oft nur die jüngste Schicht eines vieldeutigen Palimpsests, was heute als feststehend erscheint, war gestern anders und könnte morgen wieder neu gelesen werden. Dies ist die Karte einer Stimmung, nicht eines Vermessungsamtes.

Quellenangaben:
nspiriert von der stillen Anarchie einer Dresden Tour,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Stadtentwicklung Seevorstadt-Ost | Landeshauptstadt Dresden
Geschichte des Deutschen Hygiene-Museums
Stadtwiki Dresden - Das Dresdner Stadtlexikon
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Seevorstadt-00394­ Seevorstadt-00459 Seevorstadt-00495 Seevorstadt-00505 Karcherallee-00588

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