Die Entdeckung der
Über Felsen und durch Klüfte Eilt er fort in schnellem Lauf, Anne schallt es durch die Lüfte, Nichts hält seinen Kummer auf. Er rennt bei der Blitze beleuchtendem Scheine, […] Mehr lesen
Mehr lesenSpaziergänge + Wanderungen
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In einem Antiquariat, verborgen in einer schmalen Seitengasse am Schillerplatz, entdeckte ich ein altes Buch mit ledernem Einband. Der Titel war kaum noch lesbar, doch in der abgenutzten Prägung schimmerte ein vertrauter Name: „Anna Constantia von Cosel“. Die Besitzerin, eine ältere Dame mit stiller, wissender Ausstrahlung, erklärte mir, dass es sich um persönliche Aufzeichnungen handelte, vermutlich von einer engen Vertrauten der Gräfin verfasst. Ich schlug das Buch auf, und es war, als würde ich in eine andere Zeit eintauchen. Die erste Seite trug eine schlichte Widmung: „Für die Liebe, die das Licht trotz der Dunkelheit findet“. Die weiteren Seiten schilderten die außergewöhnliche Beziehung zwischen der stolzen Anna Constantia und August dem Starken, einem Mann, dessen Macht und Charisma ganze Königreiche beeinflussten. Ihre Liebe war leidenschaftlich und unbezwingbar, doch zugleich geprägt von Geheimhaltung und Gefahr. Die Aufzeichnungen verrieten, dass sie oft den Königsweg nutzten, um sich heimlich zu treffen. Die nächtlichen Rendezvous fanden abseits der höfischen Intrigen statt, unter dem Schutz von Bäumen, deren Schatten wie Wächter über ihre Begegnungen wachten. Ein Eintrag beschrieb einen Abend, an dem August Anna durch einen versteckten Pfad zu einem Pavillon führte. Dort, beleuchtet vom fernen Glanz der Stadt, schworen sie sich ewige Treue – eine Treue, die schließlich von Verrat und politischem Kalkül zerstört wurde. Doch das Buch war nicht nur ein Zeugnis ihrer Liebe, sondern auch ein Klagelied über Verlust. Eine Seite beschrieb, wie Anna in einer mondlosen Nacht vor Verrätern fliehen musste, während ihr Herz mit Angst und Sehnsucht schlug. Die letzten Worte des Buches schienen voller Trauer: „Mögen unsere Schritte auf dem Königsweg in den Herzen derer weiterleben, die ihn beschreiten.“
Beeindruckt und bewegt von der Geschichte der Gräfin Cosel beschloss ich, ihrem Weg zu folgen. Der Gelenkbus der Linie 63 brachte mich vom Schillerplatz zur Haltestelle Altwachwitz. Als ich ausstieg, umfing mich die kühle Nachtluft. Die milden Temperaturen und das klare Licht der Sterne erinnerten mich mehr an einen Frühlingsabend als an einen Dezembertag. Die Pillnitzer Landstraße führte mich durch die Elbhänge von Wachwitz, die von den Lichtern Dresdens in ein goldenes Glühen getaucht waren. Der Oberwachwitzer Weg begann mit einem sanften Anstieg, und die Stille wurde nur vom gelegentlichen Rascheln der Blätter unterbrochen. Ich atmete tief ein und spürte, wie die Hektik des Alltags von mir abfiel. Der Königsweg selbst öffnete sich vor mir wie ein Tor in eine andere Welt. Die kleinen Häuschen entlang der Straße wirkten wie Miniaturmodelle mit leuchtenden Fensterchen, die mir Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählten. Links oben funkelte der Fernsehturm, während das Rauschen der Elbe in der Ferne wie eine leise Melodie erklang. Es war, als würde die Natur die Geheimnisse der Gräfin und Augusts bewahren, wie ein stiller Wächter, der die Spuren der Vergangenheit hütet.
Je tiefer ich in den Königsweg vordrang, desto stärker spürte ich die Magie dieses Ortes. Die Dunkelheit um mich herum wurde von spärlichen Laternen erhellt, deren Licht die Silhouetten der Bäume auf den Weg warf. Ich entdeckte eine unscheinbare Abzweigung, deren Zugang von einem rostigen Tor versperrt war. Die Worte aus dem Buch kamen mir in den Sinn: Hier, an diesem Ort, begann der geheime Tunnel, der zu einem versteckten Garten führte, wo Anna und August ihre Liebe teilten. Ich stellte mir vor, wie Anna mit pochendem Herzen in die Dunkelheit schritt, den schweren Stoff ihres Kleides anhebend, um lautlos über den unebenen Boden zu gleiten. Jeder Schritt war ein Wagnis, jede Bewegung von der Gefahr begleitet, entdeckt zu werden. Doch ihre Liebe zu August gab ihr die Kraft, die Furcht zu überwinden. Ich blieb stehen und lauschte. In der Stille schien ich die Echos vergangener Liebesschwüre zu hören, die wie ein Hauch durch die kalte Nacht zogen. Der Königsweg war mehr als nur ein Pfad durch die Natur – er war ein Symbol für die unerschütterliche Verbindung zweier Seelen, die selbst durch Zeit und Verrat nicht zerstört werden konnte.
Der Königsweg schien endlos in die Dunkelheit zu führen, als ich eine Gestalt auf einer Bank am Wegrand bemerkte. Der Mann saß reglos da, ein schwerer Mantel umhüllte seine Schultern, und eine Laterne mit flackerndem Licht stand neben ihm, ihr Schein warf ein geheimnisvolles Muster auf den Weg. Sein Spazierstock aus dunklem Holz ruhte an der Bank, und als ich mich näherte, sah ich, wie sein Gesicht von tiefen Falten gezeichnet war, wie ein Land, das viele Jahreszeiten gesehen hatte. „Du bist spät unterwegs“, sagte er, ohne sich zu mir umzudrehen. Seine Stimme war ruhig, aber sie hatte einen Unterton, der wie ein fernes Echo klang, das von den Wänden eines alten Tunnels widerhallte. Ich blieb stehen, unsicher, ob ich weitergehen oder antworten sollte. Doch etwas an seiner Präsenz hielt mich fest. „Der Königsweg hat mich hierhergeführt“, sagte ich schließlich, und meine Worte klangen seltsam in der stillen Nacht. Der Mann drehte sich langsam um, seine Augen leuchteten im Licht der Laterne wie tiefe Brunnen, die Geheimnisse bewahrten. „Dieser Pfad führt nicht nur durch die Wälder“, sagte er. „Er führt durch die Zeit, durch Geschichten, die weder das Feuer noch der Wind ausgelöscht haben.“ Er klopfte mit der Hand auf die Bank, und ich setzte mich zu ihm. Sein Blick wanderte in die Dunkelheit, während er zu erzählen begann. „Hier haben sie sich getroffen, die Liebenden, die Könige und die Verräter. Der Königsweg ist nicht nur ein Weg. Es ist ein Ort der Erinnerungen.“ Er sprach von der Gräfin Cosel und August dem Starken, von ihren heimlichen Treffen, die von der Welt verborgen bleiben mussten. Seine Worte schufen lebendige Bilder: eine Gräfin in einem schimmernden Kleid, die in der Dunkelheit wartet, ein König, der durch geheime Tunnel eilt, und die Wälder, die ihre Geheimnisse bewahren. „Mein Urgroßvater war dabei“, sagte der Mann unvermittelt und sah mich an, seine Stimme war leise, aber eindringlich. „Er war ein einfacher Diener der Gräfin. Es war seine Aufgabe, die Wege zu prüfen, die Tunnel zu sichern und die Augen und Ohren der Welt von ihnen fernzuhalten.“ Er griff nach seinem Stock, um die Worte mit seiner Bewegung zu unterstreichen. „Er erzählte meiner Familie von den Nächten, in denen die Gräfin voller Hoffnung durch diese Wälder ging. Sie wusste, dass jedes Treffen ihr Ende bedeuten konnte, doch sie kam immer wieder, weil ihre Liebe stärker war als die Angst.“ Ich fragte ihn, ob er mehr über die Gräfin wisse, und er nickte langsam. „Die Kapelle, von der du gelesen hast, existiert noch“, sagte er und zeigte mit seinem Stock in die Dunkelheit. „Sie ist schwer zu finden, verborgen zwischen den Wurzeln alter Bäume. Aber die Geschichten, die dort ruhen, sind unsterblich.“ Seine Worte wurden von der Stille der Nacht aufgenommen, und für einen Moment schien es, als würde die Dunkelheit selbst lauschen. „Weißt du“, fügte er hinzu, „man sagt, dass der Wind ihre Schritte trägt. An manchen Nächten hört man das Flüstern ihrer Stimmen, wie sie Pläne schmieden oder sich Liebesschwüre zuflüstern.“ Ich fröstelte, nicht wegen der Kälte, sondern wegen der Intensität seiner Erzählung. Der Mann schien wie ein Wächter dieser Geschichten, ein Hüter der Vergangenheit, der die Geheimnisse des Königswegs lebendig hielt. „Was geschah mit deinem Urgroßvater?“, fragte ich schließlich. Der Mann zögerte, bevor er antwortete. „Er hat die Gräfin bis zu ihrer letzten Nacht hier begleitet, bis zu ihrer Flucht. Danach hat er geschwiegen. Vielleicht war die Schuld zu schwer, oder vielleicht wusste er, dass manche Geschichten besser in der Dunkelheit bleiben.“ Er stand auf, sein Mantel raschelte leise, und sein Blick wandte sich in die Ferne. „Hör zu, wenn du weitergehst. Der Königsweg spricht zu denen, die bereit sind, zu lauschen.“ Ich wollte ihn aufhalten, wollte mehr erfahren, doch er hob die Laterne und ging langsam den Weg entlang, bis er in der Dunkelheit verschwand. Die Stille, die er hinterließ, war überwältigend, und ich blieb noch lange sitzen, die Worte und Geschichten, die er geteilt hatte, hallten in meinem Geist nach. Der Königsweg ist kein gewöhnlicher Pfad, er ist ein lebendiges Archiv, ein Fluss von Erinnerungen, der niemals versiegt. Ich gewahrte, dass ich ein Teil dieser Geschichten wurde, ein weiterer Wanderer auf dem Weg, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet.
Die Dunkelheit wurde dichter, und der Wind trug ein leises Rauschen durch die Blätter. Ich erinnerte mich an die beschriebenen Ereignisse jener schicksalhaften Nacht, in der die Gräfin vor ihren Verfolgern floh. Ihre Aufzeichnungen sprachen von einer Angst, die sie bis ins Mark erschütterte, während sie die Schatten des Königswegs durchquerte. Ich stellte mir vor, wie sie hastig über Wurzeln und Steine stolperte, während die Rufe ihrer Verfolger näherkamen. Jeder Schritt war ein Wettlauf gegen die Zeit, und ihre Gedanken kreisten um Flucht und Freiheit. Schließlich erreichte sie die Kapelle, deren Tür sich wie ein rettender Spalt in der Felswand öffnete. Dort, in der Dunkelheit, fand sie Zuflucht, während die Stimmen der Soldaten in der Ferne verklangen. Die Kapelle existierte vielleicht nicht mehr, doch der Ort schien von der Energie ihrer Verzweiflung und Hoffnung durchdrungen. Ich blickte in die Dunkelheit, und es war, als ob die Schatten selbst die Geschichte bewahrten, als stumme Zeugen eines Moments, der die Grenzen von Liebe und Mut auslotete.
Mein Weg führte weiter, links entdecke ich eine Treppe, die nach oben führt. Der Barfußweg, hier eher eine Treppe, lädt mich ein, höher zu steigen. Oben angekommen, wandelt sich der Pfad zu einem gemütlichen Weg, der mich entlang der Wachwitzer Bergstraße führt. Ich folge ihm bis zum Oberwachwitzer Weg, der mich letzten Endes zur Bushaltestelle Fernsehturm bringt. Dieser Weg, durch die stillen Pracht der Natur am Elbhang, ist ein Zeugnis der stillen Schönheit Dresdens, abseits des städtischen Trubels. Die Stille wurde nur vom Knirschen meiner Schritte unterbrochen, während ich die Stufen erklomm. Oben angekommen eröffnete sich ein atemberaubender Blick auf die Elbe, die wie ein glitzerndes Band durch die Landschaft floss. Die Wachwitzer Bergstraße ist ein Weg und Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Die alten Villen und Gärten entlang des Weges erzählten Geschichten von Eleganz und Verfall, von Leben und Erinnerungen. Ich folgte dem Weg bis zur Bushaltestelle Fernsehturm, wo ich inne hielt. Die Kühle der Nacht umgab mich, und die Eindrücke des Abends hallten in meinem Geist nach. Es war nicht nur ein Spaziergang gewesen, sondern eine Reise durch die Zeit, eine Begegnung mit den Geheimnissen der Gräfin Cosel und den stillen Wundern Dresdens.
Mit einem freundlichen Lächeln und den besten Wünschen von den verzauberten Wegen am Elbhang,
Ihr Nachtwanderer auf dem Königsweg und Entdecker unheimlicher Geheimnisse.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von der geheimnisvollen Stimmung am Königsweg und der unheimlichen Atmosphäre im Labyrinth der Dunkelheit zwischen den Bäumen am nächtlichen Wachwitzer Hang.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
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