Dresden

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Entdeckungstour zur Pillnitzer Insel

Vom Dreiländereck zwischen Meußlitz, Sporbitz und Zschieren unterwegs zur Schlossfähre


Als ich im Bus von Leuben kommend sitze und die Struppener Straße entlangfahre, fühlt es sich an, als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Als der Bus an der Haltestelle hält und ich am Dreiländereck zwischen Meußlitz, Sporbitz und Zschieren aussteige bin ich bereit, diese Ecke von Dresden zu erkunden. Ich schlendere weiter die Tronitzer Straße entlang in nördliche Richtung, vorbei an der Haltestelle Borsbergblick. Links biegt die Wilhelm-Weitling-Straße ab und von der Siedlerstraße kommt ein Fahrradfahrer um die Ecke gerast, als hätte er einen Weltrekord zu brechen. Nach der Haltestelle Freibad Wostra geht es rechts weiter "An der Wostra" entlang zum Strandbad Wostra mit feinem Sand, Strandkörben und einer weitläufigen Liegewiese für das echte Urlaubsfeeling. Ein Blick auf das geschlossene Kassenhäuschen vom Freibad und Strandbad Wostra verrät mir, dass auch die Sportanlage vorübergehend geschlossen ist. Typisch, gerade jetzt, wo ich bereit war, meine Badehose auszupacken! Da hilft es mir auch nicht das die Wostra ein FKK-Strandbad ist! Nach dieser Enttäuschung erreiche ich endlich den Zschierener Elbweg, der sich mit dem Elberadweg idyllisch entlang des Elbufers erstreckt. Eine Bank an der Ecke bietet eine nette Aussicht auf die Elbe und die Vogelinsel Pillnitz. Radler sausen den Elberadweg entlang nach Dresden und Pirna, oder vielleicht bis Königstein oder Bad Schandau. Zwei Angler stehen geduldig am kleinen Elbarm und hoffen auf einen Fang. Eine neugierige Gans beobachtet mich misstrauisch, während ich weitergehe, vorbei am Wegweiser nach Pirna, Heidenau, Stephanuskirche, Strandbad Wostra, Dresden Zentrum und Pillnitz. Es fühlt sich an wie ein Geheimtipp, den nur wenige kennen. Vor mir erblicke ich den Dresdner Segelverein Pillnitzer Insel 1928 e.V., der am Rand des Elbwegs liegt. Am Ufer wiegen sich Segelboote sanft im Wind und der Dresdner Fernsehturm thront majestätisch neben einem stattlichen Baum. Mein Magen knurrt, als ich an der Radler Bar Radelbar vorbeikomme, wo mich eine idyllische Oase mit Obstbäumen und einer einladenden Feuerstelle empfangen. Schon im letzten Jahr hatte ich von der Radelbar in Kleinzschachwitz gehört, die sich mitten in der Coronazeit zum Geheimtipp gemausert hatte. Direkt am Elberadweg gegenüber von Schloss Pillnitz gelegen, war sie inzwischen zu einem wahren Paradies für Biergartenliebhaber geworden. Sogar zum schönsten Biergarten in Dresden wurde sie gekürt - und das völlig zu Recht! Glühwein, Bier vom Fass, Snacks und Speisen - das klingt verlockend. Die Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 22:00 Uhr lassen mich schmunzeln, denn der Ausschankschluss ist natürlich um 21:30 Uhr. Schließlich müssen sie ja auch noch Zeit haben, die Zapfhähne zu polieren! Auf der anderen Seite der Elbe erhebt sich majestätisch Schloss Pillnitz mit seiner imposanten Freitreppe am Wasserpalais. Ich sehe die Brücke über den Friedrichsgrundbach am Schlosspark Pillnitz. Die Wolfgangbank bietet eine perfekte Gelegenheit für eine kleine Ruhepause, bevor ich weiter durch das Birkenwäldchen schlendere. Am Fährhaus Kleinzschachwitz kehre ich ein und stille meinen Durst im gemütlichen Biergarten. Die Schlossfähre pendelt hin und her, und ich beobachte fasziniert, wie sie die Elbe überquert. Von der Bushaltestelle Fähre Kleinzschachwitz aus nehme ich die Linie 88 zum Bahnhof Niedersedlitz, weiter mit der Linie 6 nach Dresden.

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