Herz und Sinne weite
Und Herz und Sinne mir brannten, Mich trieb's in die weite Welt, Es spielten die Musikanten, Da fiel ich hin im Feld. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder […] Mehr lesen
Mehr lesenSpaziergänge + Wanderungen
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Mehr lesenDumpf dröhnt dies Wort mir ins Gehör, Und schleudert mir ein Glutenmeer Wohl in der Seele tiefsten Raum; Ich atme schwer, ich atme kaum. Das waren weiße Engelein, Umglänzt von […] Mehr lesen
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Die Straßenbahn quillt über vor Fahrgästen. Ich hoffe inständig, dass am Straßburger Platz genug Leute aussteigen, um einige Sitzplätze frei zu machen. Aber nein, in der Bahn ist kein Platz zum Durchatmen. Ich beschließe, auszusteigen und den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen. Am Straßburger Platz ist die Polizei aufmarschiert und hat alles abgeriegelt. Vermutlich für die REWE Team Challenge-Läufer. Na gut, dann mache ich mich halt gemächlich auf den Weg zum großen Garten. Vor der Gläsernen Manufaktur finde ich zumindest am Wegesrand einen Eistee. Ein warm gewordener Eistee, um genau zu sein! In der Nähe der Herkulesallee entdecke ich das Bahnwärterhäuschen mit etwas Kunst von Jana. Ja, Jana Dahms präsentiert ihre Werke unter dem Titel „The History of things“ vom 25.05. bis 08.06.2023. Dort gibt es eine Installation mit vergoldeten Styroporformen, die als Relikte des 20. Jahrhunderts im KLAGG Artspace, Kleines Atelier im Großen Garten, zu bewundern sind. Inspiriert von den Werken des Kunsthistorikers Georg Kubier erzählt diese Kollektion von der Schönheit interkultureller Formen und wirft Fragen zur Kommunikationskraft von Gold sowie zum Wert von Styropor auf, einem Verpackungsmaterial, das aus Erdöl gewonnen wird. Im Wintersemester 2022/23 wurden im Rahmen des Projektes „Wissen schafft Raum - Farbe und Raum besetzen“ elf Projekte im Kleinen Atelier im Großen Garten Dresden umgesetzt. Im Sommer 2023 folgt nun diese Ausstellungsreihe, bei der Künstler, Künstlerinnen, Studierende und Lehrende der TU Dresden ihre Werke präsentieren. Die Veranstaltung wird von der Professur für Gestaltungslehre der TU Dresden organisiert. Ich schlendere weiter die Herkulesallee entlang und gelange in den großen Garten. Tief im Gras verborgen entdecke ich die rot-weiße Sperre, die den geheimen Eingang in die mysteriöse Unterwelt unter Dresdens großem Garten markiert. Links am Weg sehe ich die Theaterkasse des Sonnenhäusel im großen Garten. An der Fürstenallee weist ein Wegweiser zum Sonnenhäusel. Ein Stückchen weiter, nach der Fürstenallee, füht mich ein düsteren Pfad, schräg durch den großen Garten, um die Langeweile zu vertreiben. Aus heiterem Himmel wird es feucht unter meinen Füßen, nasse Blätter und Matsch machen den Pfad rutschig, und es geht gehörig bergauf. Ich hätte nicht gedacht, dass es im großen Garten solche Berge gibt! Endlich geschafft, ich bin oben angekommen und habe den Berg erklommen, ohne mit einem Bauchklitscher den Hang wieder runter zu rutschen. Jetzt wird es wirklich spannend, denn der Pfad führt weiter nach oben. Ich genieße den herrlichen Rundblick und entdecke tatsächlich einen beeindruckenden Berg im großen Garten. Langsam gehe ich bergab zum Gartenpavillon. Ein wunderschönes architektonisches Juwel und eine beliebte Attraktion im Großen Garten. Der Park, der zu den bedeutendsten Grünanlagen in Dresden zählt, wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente als Ort der Entspannung und des gesellschaftlichen Lebens für die königliche Familie und ihre Gäste. Der Pavillon beeindruckt mit seiner eleganten Gestaltung besteht aus einem zentralen Gebäude mit einem umlaufenden Sockel und einem hohen Dach. Von den Fenstern des Pavillons aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die umliegende Natur. Früher wurde der Gartenpavillon für kulturelle Veranstaltungen und Feierlichkeiten genutzt. Besucher haben die Möglichkeit, seine Schönheit zu bewundern. Der Pavillon erfreut sich als Treffpunkt großer Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen. Hier konnte man die friedliche Atmosphäre des Parks genießen und dem hektischen Stadtleben für eine Weile entfliehen. Der Gartenpavillon im großen Garten Dresden war ein Symbol für die kulturelle Vielfalt und den historischen Reichtum der Stadt. Leider ist der Gartenpavillon zur Stunde in einem desolaten Zustand und abgesperrt. Hier finden keine kulturellen Veranstaltungen oder Feierlichkeiten statt. Ich verlasse den großen Garten und begebe mich zur Lipsiusstraße, wo ein auf der Säule des Denkmal für Constantin Lipsius, seit 1912 sitzender Knaben, seinen Kopf auf die Hand stützt und die Tafel „Flüssiger Verkehr auf den Elbbrücken“ nachdenklich betrachtet. An der Rückseite der Lipsiusstraße zur Henzestraße erhasche ich einen Blick auf eine schöne Villa. Am Stresemannplatz finde ich den Slogan „Gemeinsam für’s Klima!“ und erfahre von der Nachbarschaftshilfe für die Kastanienbäume im letzten Jahr. Die Bäume brauchten Wasser, und die Anwohner haben fleißig gegossen. Jeden Mittwoch ab 17 Uhr fand man sie hier am Stresemannplatz. An der Fassade einer Villa in der Reinickstraße sehe ich erneut die Eidechsen, diesmal in Blasewitz.
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